Die ersten 60 Minuten einer Cyberkrise — würden Sie richtig entscheiden?
Sie übernehmen jetzt die Führungsverantwortung in einem möglichen Cybervorfall. Informationen sind unvollständig. Jede Entscheidung hat Folgen. Vier Entscheidungspunkte, realistische Lage, persönliche Executive-Scorecard am Ende.
Die Lage
Montag · 07:42 Uhr
Mehrere Mitarbeitende können nicht mehr auf zentrale Systeme zugreifen. Das ERP reagiert nur noch teilweise.
Im Servicecenter häufen sich Beschwerden. Ein externer IT-Dienstleister meldet ungewöhnliche Aktivitäten. Im internen Chat kursiert bereits das Wort „Ransomware".
Der CISO ist in einem Flugzeug und vorerst nicht erreichbar. Der COO will schnell wissen, ob der Betrieb heute weiterlaufen kann.
Hinweis: In realen Lagen sind Informationen unvollständig. Entscheiden Sie mit dem, was Sie jetzt wissen. Es gibt keine Trickfragen — aber echte Zielkonflikte.
Entscheidung 1 · Eskalation07:47 Uhr
Wie handhaben Sie die frühe Eskalation?
Lage
Die IT meldet, dass mehrere Server ungewöhnliches Verhalten zeigen. Zwei Fachbereiche sind bereits beeinträchtigt. Die Ursache ist unklar. Der COO steht vor Ihrer Tür, das Marketing fragt, ob die Website-Zugriffe etwas damit zu tun haben.
Was veranlassen Sie jetzt?
→ Was jetzt passiert
Entscheidung 2 · Betriebspriorisierung08:05 Uhr
Wie priorisieren Sie jetzt?
Lage
Mehrere Systeme sind inzwischen instabil. Der COO fragt, ob präventiv Systeme heruntergefahren werden sollen. Gleichzeitig hängt der Auftragsprozess an einem betroffenen Kernsystem. Der Produktionsplaner meldet: Ohne ERP kein Versand heute.
Wie gehen Sie vor?
→ Was jetzt passiert
Entscheidung 3 · Kommunikation08:18 Uhr
Wie steuern Sie die Kommunikation?
Lage
Ein Schlüsselkunde meldet Störungen und verlangt eine Einschätzung. Gleichzeitig liegt eine Medienanfrage vor: „Gibt es bei Ihnen derzeit einen Cyberangriff?" Legal rät zur Zurückhaltung. Zwei Vertriebsmitarbeiter wollen schon eigenständig Kunden anrufen.
Welche Linie fahren Sie?
→ Was jetzt passiert
Entscheidung 4 · Governance & Pflichten08:34 Uhr
Was tun Sie mit Recht, Datenschutz und Meldepflichten?
Lage
Es verdichten sich Hinweise, dass sensible Daten und wesentliche Geschäftsprozesse betroffen sein könnten. Rechtsabteilung und Datenschutzfunktion sind noch nicht eingebunden. NIS2 gibt 24 h für die Erstmeldung, DSGVO 72 h. Der Kunde fragt bereits nach einer „schriftlichen Einschätzung".